Gartenschläuche gibt es in vielen leuchtenden Farben, schließlich sollen sie beim Rasenmähen nicht versehentlich durchtrennt werden. Nahezu alle Gartenschläuche bestehen aus PVC, das nicht nur die Umwelt belastet, sondern auch eine Menge gesundheitsschädlicher Stoffe enthält. Denn um den eigentlich harten und spröden Kunststoff weich und biegsam zu machen, müssen Weichmacher zugesetzt werden. Sie stehen im Verdacht wie Hormone zu wirken. Auch Licht und Wärme sind dem PVC auf Dauer nicht zuträglich, Stabilisatoren schaffen Abhilfe. Als Alternative bieten sich lediglich im Profibereich Gummischläuche an, die aber wesentlich teurer und im normalen Handel überhaupt nicht zu beziehen sind.
Bei den PVC-Modellen wird nicht nur neues Material, so genanntes Erst-PVC verarbeitet, sondern auch Regenerat-PVC, und zwar für den Innenschlauch. Allerdings kann gerade dieses Recyclingmaterial, das man zum Beispiel aus alten Kabeln herstellt, mit Schadstoffen belastet sein. Das Regenerat ist immer schwarz, während die bunten Farben nur mit Erst-PVC zu realisieren sind. Schläuche aus Erst-PVC sind meist die bessere Wahl. Wenn sie innen farbig sind, sind sie sicher aus Neumaterial.
ÖKO-TEST ließ an einigen Produkten exemplarisch untersuchen, inwieweit sich die in ihnen enthaltenen Schadstoffe wie Weichmacher, Stabilisatoren oder Schwermetalle aus dem Material lösen können. Liegen Schläuche in der Sonne und erwärmen das Wasser, sind beachtliche Mengen von bedenklichen Stoffen im Wasser zu finden. Auf keinen Fall sollte daher Wasser aus Gartenschläuchen getrunken werden und auch Duschen sollte man besser nicht. Vor dem Wässern des Gemüsebeetes sollte das abgestandene Wasser abgelassen werden.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 08/2005
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