Im Bestattungsbereich sind viele Dinge gesetzlich geregelt, einige davon aus ökologischen Gründen. So dürfen im Bundesland Bremen für ein Begräbnis nur Utensilien verwendet werden, die aus Materialien bestehen und mit Stoffen behandelt sind, die die Umwelt nicht beeinträchtigen. Für eine Feuerbestattung müssen Auflagen erfüllt sein, die eine möglichst schadstoffarme Verbrennung gewährleisten. Kränze, Blumengebinde und dergleichen dürfen nur aus kompostierbaren Materialien bestehen, d.h. sie dürfen beispielweise keine Kunststoffe enthalten. Auch ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln bei der Grabpflege untersagt.
Das Problem:
Der Trend nach exotischen Pflanzenarten und besonderen bunten Zuchtformen bei der Bepflanzung der Gräber führt nicht nur zu einer kulturellen, sondern auch einer ökologischen Verarmung. Die vielfältigen Möglichkeiten einer phantasievollen individuellen Grabgestaltung werden zugunsten einer Wegwerfkultur mit vorgegebenen Bepflanzungsintervallen häufig nicht genutzt. Das Wissen um die ursprüngliche Verwendung von Pflanzen auf dem Friedhof, ihre Bedeutung und Aussagekraft, ist weitgehend vergessen. Viele Grabstellen wirken deshalb austauschbar und eintönig.
Der Umwelttipp:
Eine sinnvolle Alternative zur heute üblichen Grabgestaltung sind viele altbewährte, oft auch heimische Pflanzen, die Aussagekraft besitzen und zum Nachdenken anregen. Dabei wird einigen Gehölzen und Stauden eine kultische Bedeutung zugesagt. Hierzu gehören Bäume mit hängenden Zweigen als Zeichen der Trauer; als Symbolpflanzen der Ewigkeit gelten die Immergrünen. Weiteren Pflanzen und Blumen wird beispielsweise die Bedeutung von Liebe oder Schmerz nachgesagt, andere wiederum gelten als Heil- oder Zauberpflanzen.
Für wen solche Symbole keine Aussagekraft besitzen, der könnte für die letzte Ruhestätte z. B. auch die Lieblingsblumen des Verstorbenen auswählen.
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