Bald startet wieder die Hochsaison für Häcksler. Bäume und Sträucher werden zurückgeschnitten, Stauden und Wurzeln ausgegraben. Zerkleinert können sie als Mulch im Garten bleiben oder auf dem Kompost landen.
Zum Zerkleinern von Ästen und Zweigen eignen sich zwei Typen von Häckslern: Messerhäcksler und Walzenhäcksler. Mit hoher Geschwindigkeit von 2500 bis 3000 Umdrehungen zerhackt das Schneidewerk der Messerhäcksler Äste und Gestrüpp. Sie sind allerdings sehr laut. Auch müssen Äste und Heckenschnitt ständig nachgeschoben werden. Dazu neigen viele Messermodelle zu Verstopfungen, die nur relativ aufwändig zu beheben sind. Das Häckselgut eignet sich hervorragend zum Mulchen, dem Abdecken des Gartenbodens.
Walzenhäcksler arbeiten meist deutlich leiser. Die Äste und anderes Häckselgut werden durch ein Schneid-Quetsch-System zerkleinert. Da es keinen Messerwechsel gibt, ist der Wartungsaufwand gering. Das Häckselgut muss nicht nachgeschoben werden, sondern wird von selbst eingezogen. Verstopfungen sind oft durch einen einfachen Rücklauf der Walze zu beheben. Das grob zerfaserte und gequetschte Material eignet sich gut zum Kompostieren.
Neben der Art des Schneidesystems unterscheiden sich die Geräte durch die Stärke ihres Antriebs. Elektromotoren mit bis zu 2000 Watt schaffen nur das Gestrüpp kleiner oder noch junger Gärten. Stärkere Modelle bis zu 2500 Watt sollen Äste zwischen 30 und 40 Millimeter Durchmesser zerkleinern können.
Früher was es üblich, Gartenabfälle zu verbrennen. Das ist in Bremen schon lange nicht mehr erlaubt. Die Luft ist dadurch besser geworden, dafür sind die Häcksler laut. Um Nachbarschaftsärger zu vermeiden, müssen die vorgeschriebenen Ruhezeiten eingehalten werden. Sowohl Häcksler als auch Motor- oder Handrasenmäher dürfen an Werktagen in der Zeit von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr und von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen nicht betrieben werden. Dies gilt allerdings nur für private Nutzer, nicht im gewerblichen Bereich.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 08/2006
nach oben Zuletzt aktualisiert am 09.04.2008