In jedem sechsten Haushalt in Deutschland leben Katzen. Die Katzenhalter gaben alleine für Katzenstreu im Jahr 2008 rund 218 Millionen Euro aus. Öko-Test hat Katzenstreu unter die Lupe genommen. Von 20 getesteten Marken bekamen über die Hälfte "sehr gute" oder "gute" Noten.
Katzen sind ausgesprochen saubere Tiere. Alle paar Tage muss daher die Katzenstreu komplett ausgetauscht werden. Den Hinterlassenschaften wird mit klassischer Streu auf Tonmineralienbasis, mit Pflanzenfasern oder Altpapier zu Leibe gerückt. Besonders beliebt ist dabei so genannte Klumpstreu, die bei Kontakt mit Feuchtigkeit Klumpen bildet. Mit einer Siebschaufel sind diese leicht zu entfernen. Der komplette Austausch der Streu wird so zumindest hinausgezögert. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Streu ist eine hohe Wasseraufnahmekapazität. Dabei sollte nicht an Streu gespart werden, sonst kann zu viel Flüssigkeit auf den Boden der Streubox gelangen.
Die Tester untersuchten etliche auf dem Markt befindliche Streuprodukte nicht nur auf ihre praktischen Eigenschaften, sondern auch auf einen möglichen Schadstoffgehalt. Erfreulicherweise fanden sich kaum lungengängige Mineralfasern, die im Verdacht stehen, Krebs zu erregen. Aber nicht nur diese Fasern, sondern Staub allgemein gilt als gesundheitlich bedenklich und sollte nicht unnötig eingeatmet werden. Einige Produkte produzieren bei der Schüttung ins Katzenklo zu viel davon. Generell empfiehlt es sich, das Katzenklo auf dem Balkon oder im Freien zu reinigen, um nicht zu viel Staub einzuatmen. Um unnötige Staubentwicklung beim Befüllen zu vermeiden, sollte der Beutel möglichst nahe über dem Katzenkloboden entleert werden.
Besonders Bentonit, auch als Naturton bezeichnet, wird zu Katzenstreu verarbeitet. Im Praxistest schneidet es in der Regel gut ab. Einige Produkte werden aus Calciumsilikathydrat hergestellt - auf der Packung steht dann zum Beispiel: "aus natürlichen Mineralien". Feuchtigkeitsaufnahme und Geruchsbindung ist häufig schlechter als bei den meisten Bentonitprodukten. Am besten abgeschnitten haben Produkte aus Recyclingzellulose und Pflanzenfasern. Sowohl bei den Inhaltsstoffen als auch im Praxistest konnten sie uneingeschränkt überzeugen.
Katzenstreu, egal ob mineralisch oder organisch, darf aus hygienischen Gründen nicht in die Biotonne sondern gehört in den Restmüll. Auf keinen Fall darf die Streu in der Toilette landen, sonst droht Verstopfung.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 01/2010
nach oben Zuletzt aktualisiert am 22.02.2010