Allein in der Bundesrepublik werden jedes Jahr riesige Mengen Füllmaterial für die Katzentoilette verbraucht. Als Streu werden dafür verschiedene pflanzliche Substanzen, aber auch Gesteinsmaterialien angeboten. Besonders diese mineralischen Stoffe bereiten aber vor und während ihrer Benutzung Schwierigkeiten.
Das Problem: Durch den aufwendigen Abbau der Mineralien werden auch in Deutschland größere Landschaftsbereiche zerstört. Ein weiteres Problem ist die häufig starke Staubentwicklung beim Ein- und Ausschütten. Auch wenn keine krebserregenden Fasern enthalten sind, gelten faserige und auch körnige Stäube generell als gesundheitlich bedenklich. Durch die gebräuchlichen Streuarten aus Ton und Bentonit fallen jährlich enorme Abfallmengen an, die niemals verrotten.
Der Umwelttipp: Bei Einkauf und Verwendung sollten folgende Punkte berücksichtigt werden, um Umwelt und Gesundheit nicht unnötig zu belasten: Zu empfehlen ist organische Streu aus gepreßten nachwachsenden Rohstoffen, z.B. granuliertes Altpapier, Stroh oder Holz. Solche Produkte können verrotten und stehen in ihrer Anwendbarkeit den Steinchen um nichts nach. Klumpenbildende Streus sind ergiebiger und können sparsamer verwendet werden, sind aber teurer. Produkte mit geringer Staubentwicklung bevorzugen und vorsichtig umfüllen. Unterschiedliche Eigenschaften an sich identischer Ausgangsmaterialien sind vor allem auf die Art ihrer Aufbereitung zurückzuführen. Qualität ist hier keine Frage des Preises. Auch die Entsorgung der gebrauchten Füllstoffe ist nicht ohne Tücken. Eine Kompostierung von an sich verrottbarer organischer Streu im eigenen Garten ist aus hygienischen Gründen problematisch, da auch gesund scheinende Katzen häufig mit Salmonellen infiziert sind. Sie ist deshalb auch nicht für die Biotonne geeignet und sollte daher, wie die mineralische Streu, in die Restmülltonne. Eine Entsorgung über die Toilettenspülung kann zur Rohrverstopfung führen und scheidet somit aus.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007