Der Sommer ist jetzt endgültig da und nun stellt sich die Frage, wie man die warmen Textilien den Sommer über vor den gefräßigen Kleidermotten schützt. In den ganzjährig kuschlig warmen Stuben hat die Mottenbrut optimale Bedingungen für ihre Entwicklung. Aus den kleinen Eiern schlüpfen gefräßige Larven, die Wollsachen und Pelze zum Fressen gern haben und selbst vor Baumwolle und Synthetiks nicht haltmachen.
Das Problem: Von den Herstellern können in Mottenschutzmitteln alle Giftstoffe verwendet werden, die nicht ausdrücklich verboten sind. Sie müssen weder nachweisen, ob das Produkt überhaupt wirksam noch ob es für Mensch und Umwelt verträglich ist.
Der Umwelttipp: Vorbeugen ist deshalb besser als bekämpfen. Da die Falter Textilien, die durch Schweiß und Schmutz verunreinigt sind, besonders anziehend finden, sollten nur saubere Stücke in den Schrank wandern. Zudem kann man Textilien häufiger zum Lüften nach draußen hängen und abklopfen, da die Mottenbrut weder Unruhe noch Sonnenlicht verträgt. Die meisten ätherischen Wirkstoffe eignen sich hauptsächlich dazu, einem Befall durch Abschreckung vorzubeugen. Dazu zählen: Lavendel-, Zimt- und Nelkenöl sowie Citral und Citronellol und Patschouli. Sog. "Zedern"holz-Produkte (Red Cedar) bewirken darüber hinaus sogar ein Absterben der Larven. Mit Sexual-Lockstoffen bestrichene Klebefänger können nur die Zahl der Falter reduzieren, sie aber nicht vollständig beseitigen. Ist trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Befall vorhanden, können Larven und Tiere durch Einfrieren der Kleidungsstücke abgetötet werden. Da die Eier dadurch nicht zerstört werden den Vorgang nach 8 bis 14 Tagen wiederholen. So lassen sich durch den Verzicht auf Chemie Umwelt und Gesundheit auch auf lange Sicht schonen.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007