Jeder kennt sie, keiner will sie haben: Kleidermotten sind lästig und können in Schränken und Truhen großen Schaden anrichten. Mit Duftmitteln lassen sie sich fernhalten.
Verantwortlich für die Löcher im Gewebe sind die gefräßigen Larven der Kleidermotten. In den ganzjährig kuschlig warmen Stuben hat die Mottenbrut optimale Bedingungen für ihre Entwicklung. Die Larven sind in der Lage, das Keratin, das sich in Wolle, Fellen, Pelzen und Federn findet, zu verdauen. Wolle ist ihr Lieblingsgericht, in der allergrößten Not wird aber auch Wollmischgewebe nicht verschont. Baumwolle, Leinen und Kunstfasern stehen hingegen nicht auf ihrem Speiseplan.
Viele chemische Mittel zur Mottenbekämpfung wirken mit hochproblematischen Stoffen, die erst neuerdings in einem komplizierten Verfahren zugelassen werden müssen. Die Prüfung und Zulassung bereits auf dem Markt befindlicher Produkte wird noch Jahre dauern. Vorbeugen ist deshalb besser als bekämpfen. Da die Falter Textilien, die durch Schweiß und Schmutz verunreinigt sind, besonders anziehend finden, sollten nur saubere Stücke in den Schrank wandern. Zudem hilft es, Textilien häufiger zum Lüften nach draußen zu hängen und abzuklopfen. Die Mottenbrut verträgt weder Unruhe noch Sonnenlicht.
Die meisten ätherischen Wirkstoffe eignen sich hauptsächlich dazu, einem Befall durch Abschreckung vorzubeugen. Dazu zählen: Lavendel-, Zimt- und Nelkenöl sowie Citral und Citronellol und Patschouli. Sogenannte "Zedern"holz-Produkte (Red Cedar) bewirken darüber hinaus sogar ein Absterben der Larven. Mit Sexual-Lockstoffen bestrichene Klebefänger können nur die Zahl der Falter reduzieren, sie aber nicht vollständig beseitigen. Ist trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Befall vorhanden, können Larven und Tiere durch zweimaliges Einfrieren der Kleidungsstücke für 24 Stunden im Abstand von 8 bis 14 Tagen abgetötet werden
nach oben Zuletzt aktualisiert am 09.06.2008