Zur Laub- und Unratbeseitigung werden auch im privaten Bereich tragbare Laubsauger und Laubblasgeräte immer beliebter. Während hier vorwiegend elektrische Apparate zum Einsatz kommen dominieren im professionellen Bereich diejenigen mit noch stärkeren Zwei- oder Viertaktmotoren.
Das Problem:
Die genannten Geräte schädigen die Natur, sind laut, verbrauchen Energie und stoßen schädliche Abgase aus:
- Das ökologische Gleichgewicht der betroffenen Böden wird empfindlich gestört, indem die Humusbildung durch Entzug von organischem Material sowie durch die Vernichtung von Bodenorganismen gemindert wird.
- Sie stellen eine erhebliche Lärmbelästigung dar, nicht nur für die Gerätebediener, sondern auch für Anwohner und Passanten.
- Sowohl Staubpartikel als auch Mikroorganismen werden aufgesaugt und in die Luft verwirbelt. Bereits der Staub selbst, auch ohne Berücksichtigung der Wirkung von Allergenen, hat gesundheitliche Auswirkungen. Darüber hinaus können die eingeatmeten Mikroorganismen Krankheitserreger für Mensch und Tier sein.
- Besonders hohe Schadstoffkonzentrationen im Abgas produzieren die mit einem Zweitaktmotor ausgerüsteten Geräte.
Der Umwelttipp:
In Beeten sowie unter Gebüschen und Hecken sollte das Laub liegen bleiben, da die Streuschicht wichtige ökologische Funktionen erfüllt und den Boden gegen Austrocknung und Extremtemperaturen schützt.
Für die Laubbeseitigung auf Wegen oder anderen befestigten Flächen, sind Rechen und Besen die ökologisch und gesundheitlich sinnvollere Alternative.
Muss im beruflichen Bereich mit solchen Geräten gearbeitet werden, sollten diese auf Empfehlung des Umweltbundesamtes nur mit Mundschutz bedient werden.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007