Sie bringen uns an schönen Sommertagen schier zur Verzweiflung! Wenn beim Kaffeetrinken auf der Terrasse die Wespen an der Obsttorte naschen, um Kindermünder kreisen oder ein Wespennest entdeckt wird, dann ist guter Rat gefragt.
Das Problem: Wespe ist nicht gleich Wespe. Wespen und Hornissen stehen unter Schutz und sollten daher nur in Ausnahmefällen getötet oder deren Nester entfernt werden. Sie fressen Schädlingsinsekten und sind deshalb für den Menschen nützlich. Die Tiere sind nicht von Natur aus aggressiv, sondern stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Hornissen meiden sogar menschliche Nähe. Ein Stich von einer Hornisse ist für einen gesunden Menschen auch nicht gefährlicher als der einer Wespe (Ausnahme: Allergiker). Nur zwei vorwiegend in der Erde nistende Wespenarten werden bei der Futtersuche im Spätsommer dem Menschen lästig. Die gut sichtbaren freihängenden Nester mit ihren selten gewordenen friedfertigen Bewohnern sollten daher unbedingt toleriert werden.
Der Umwelttipp: Verhaltensregeln im Umgang mit Wespen und Hornissen: Süße Speisen und Getränke nicht unbedeckt im Freien stehenlassen. Nicht aus offenen Flaschen trinken, Strohhalme benutzen. Bei Kindern Reste von Süßigkeiten im Mund-/Handbereich abwischen. Nester nicht mit Wasser bespritzen oder darin herumstochern, keinesfalls Pestizide einsetzen! Einen Abstand von 4m um das Nest einhalten. Keine hektischen Bewegungen im Nestbereich oder in der Nähe von Einzeltieren. Tiere nicht schlagend verscheuchen oder direkt anpusten.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007