Wer mag nicht das Gefühl weicher Baumwolle auf der Haut? Baumwolle deckt die Hälfte des globalen Faserbedarfs. Konventionell angebaute Baumwolle ist sehr anfällig und eine der am stärksten mit Insektiziden und Pestiziden behandelten Agrarpflanzen. Der Einsatz chemischer Mittel hat schwere Folgen für Menschen und Umwelt in den Anbauländern. Auch die Verlagerung der Textilproduktion in so genannte Billig-Lohnländer ist oftmals problematisch. Oft sind dort ökologische und vor allem soziale Mindeststandards wie Mindestlöhne oder Verzicht auf Kinderarbeit nicht garantiert. Welche Alternativen gibt es?
Beim kontrolliert biologischen Anbau von Baumwolle (kbA- oder Biobaumwolle) wird vollständig auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln verzichtet.
Bei fair produzierter Kleidung ist die Einhaltung sozialer Mindeststandards garantiert, so dass die Arbeiterinnen und Arbeiter unter anderem bessere Löhne erhalten.
Bei schadstoffgeprüften Textilien ist sichergestellt, dass die Kleidung keine problematischen Stoffe enthält. Bei einigen Unternehmen ist zudem der gesamte Herstellungsprozess ökologisch optimiert.
Bekleidungssortimente aus Biobaumwolle sind bislang fast nur im Versandhandel zu finden. Eine Liste der Anbieter findet sich bei EcoTopTen, der Informationsinitiative des Öko-Instituts für Verbraucher.
Das Zeichen "Textiles Vertrauen nach Öko-Tex Standard 100" wird für schadstoffgeprüfte Textilien, Bekleidung und Produkte – auch aus synthetischen Materialien - vergeben. Es orientiert sich ausschließlich daran, gesundheitliche Risiken der Nutzer zu reduzieren.
Wesentlich strenger ist das Kennzeichen "IVN-zertifiziert /Naturtextil" für schadstoffgeprüfte Bekleidung aus Naturfasern, bei deren Herstellung strenge Sozialkriterien eingehalten und keine umwelt- und gesundheitsbedenklichen Stoffe eingesetzt werden.
Weitere Informationen:
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 08.06.2007