Die Fahrradsaison hat begonnen. Ob im Alltag, beim Wochenendausflug oder im Urlaub: für lange Strecken sind gepolsterte Radhosen einfach ideal. Sie schützen vor Druckstellen, die die Haut wund scheuern. Die Hersteller haben in den letzten Jahren nicht nur pflegeleichtere Polstermaterialien entwickelt, sondern sich auch einiges zum Thema "unangenehme Gerüche durch Schwitzen" einfallen lassen. Nicht immer sind die eingesetzten Mittel gesundheitlich unbedenklich.
Bis vor kurzem wurden vor allem mit antibakteriellen Wirkstoffen wie Triclosan ausgerüstete Fasern eingesetzt. Diese Wirkstoffe gelten als Allergieauslöser und sind zudem schon nach fünfmaligem Waschen verschwunden. Neuerdings werden feine Silberfäden in die Textilien eingewebt. Das Edelmetall hat eine antimikrobielle Wirkung, auf die auch die Medizin setzt. Es gibt jedoch noch keine Langzeituntersuchungen zur Verträglichkeit. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich im Laufe der Zeit silberresistente Bakterienstämme bilden. Da gepolsterte Hosen ohne Unterwäsche getragen werden sollten, kommen die antibakteriellen Substanzen in direkten Hautkontakt. Sie entfalten dort ihre Wirkung auch auf die für denn Menschen wichtige Hautflora.
Bei den Schadstoffanalysen von Öko-Test fielen auch optische Aufheller und erhöhte Gehalte an zinnorganischen Verbindungen wie Dibutylzinn (DBT) in einigen verwendeten Materialien negativ auf. Manchmal war das Material nur eingeschränkt schweißecht und abriebfest. Neue Radhosen gehören daher zunächst in die Wäsche. Der Schadstoffgehalt lässt sich damit zumindest reduzieren. Auf antibakterielle Ausrüstung sollte lieber verzichtet und die Hosen dafür regelmäßig gewaschen werden. Kalt reinigen mit wenig Waschpulver verlängert dabei die Atmungsaktivität der Funktionsstoffe.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 05/2006
nach oben Zuletzt aktualisiert am 08.06.2007