Typische Flecken bei Kinderkleidung stammen häufig von Karottensaft oder Tomatensoße. Auch Grasflecken in der hellen Hose sind hartnäckig. Nicht besser geht es Erwachsenen mit Bratensoße, Rotwein- oder Kugelschreiberflecken. In Drogerien und Supermärkten lässt sich für fast jedes Fleckproblem ein Spezialist finden.
Wirklich überzeugend in der Fleckbekämpfung sind die wenigsten. Dafür sind ihre Inhaltsstoffe gesundheitlich oft problematisch. Das ist besonders gefährlich, wenn die kleinen bunten Fläschchen keine ausreichende Kindersicherung haben. Fleckentferner müssen daher unbedingt so aufbewahrt werden, dass Kinder nicht an sie herankommen.
Erfreulich ist, dass die Spezialmittel oft gar nicht nötig sind. Die wichtigste Regel bei Flecken lautet: Gleich handeln. Oft reicht es aus, den Fleck sofort mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser (!)oder mit Leitungswasser auszuspülen. Wenn das alleine nicht hilft, Seife, Spül- oder Waschmittel hinzugeben. Vor allem lockeres Gewebe wie Leinen, Wolle oder Seide dabei nicht reiben. Bei empfindlichen Stücken sollte die Prozedur zuerst an einer unauffälligen Stelle ausprobiert werden.
Bei waschbaren Textilien entfernt ein Vollwaschmittel bei 60 Grad die Flecken meist besser als die Spezialmittel. Bei Buntwäsche, die nur bei niedrigeren Temperaturen und mit Colorwaschmittel gewaschen werden können, helfen Vorbehandler und Zusätze wie Sil, Acé oder Oxi Clean. Sie können das Waschergebnis oft verbessern. Wenn Fleckentferner verwendet werden, ist es sinnvoll sich für einen Universalreiniger wie Gallseife zu entscheiden. Sie sind oft genauso gut oder besser als die Spezialisten. Nur gegen wenige Flecken wie Motoröl oder Rost sind Spezialfleckenentferner besser geeignet. Bei wertvollen oder sehr empfindlichen Kleidungsstücken sollte besser nicht selbst experimentiert werden. Dafür gibt es die Profis der Reinigung.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007