Nass-kalte, graue Novembertage lassen sich mit einem warmen Pullover leichter ertragen. So schön Pullover aus natürlichen Materialien wie Wolle oder Baumwolle sind, vor Wind und Wetter schützt moderne Funktionskleidung besser. Besonders die flauschig-weichen Fleece-Pullover sind als Klima-Kleidung kaum noch wegzudenken. Das atmungsaktive Material nimmt keine Flüssigkeit auf, sondern leitet sie rasch vom Körper weg nach außen und trocknet sehr schnell. Gerade wenn man sich viel bewegt und schwitzt, ist das ein großer Vorteil.
Laut Definition ist Fleece eine leichte, voluminöse, stark geraute Faserpelz-Maschenware, vorwiegend auf Polyesterbasis. Polyester ist bei der Herstellung und Entsorgung alles andere als umweltfreundlich. Natürliche Fasern wie Wolle oder Baumwolle sind aber für den Einsatz als Funktionskleidung keine Alternative.
Bei der Fleece-Produktion werden viele kleine Schlingen eingebaut, die anschließend mechanisch geöffnet werden. Dadurch entsteht - ähnlich wie bei Teppichen - ein Flor. Viele eingesponnene Luftkammern sorgen für gute Wärmeisolierung. Allerdings sind viele Ausrüstungsschritte erforderlich, damit Synthetik-Fleece seine vielen positiven Eigenschaften erhält. So sorgen Kunstharzemulsionen dafür, dass sich Feuchtigkeit schneller ausbreitet und verdunstet. Ein Überzug aus Acryl- oder Vinylpolymeren verhindert lästige Pilling-Knötchen.
In die meisten Modelle kann man ohne Bedenken reinschlüpfen. Einige enthalten aber problematische Rückstände, die aus den Farben, Bleichmitteln oder aber aus der Polyester-Produktion stammen. Vor dem ersten Tragen sollte der Fleece-Pullover daher mit Wollwaschmittel und auf links gedreht gewaschen werden. Ein Teil der Chemikalien wird so entfernt. Es darf kein Weichspüler benutzt werden, da sonst das Fleece seine Atmungsaktivität einbüßt.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 01/2004
nach oben Zuletzt aktualisiert am 11.06.2007