
Das Gütesiegel Naturtextil setzt die strengsten ökologischen und sozialen Standards in der Textilbranche. Insbesondere die Kombination von ökologischen und sozialen Aspekten entlang des gesamten Produktionsablaufs macht es zu einem glaubwürdigen und aussagekräftigen Label.
Better und Best heißen die zwei Markenzeichen für Naturtextilien, die der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft vergibt. Die Mitglieder des Verbandes legen strenge Kriterien an den gesamten Herstellungsprozess von Textilien an. So dürfen sowohl die verarbeiteten Stoffe als auch Nähgarn und Futter nicht aus synthetischen Materialien sein. Selbst für Knöpfe und andere Accessoires sind nur nachwachsende, naturbelassene Rohstoffe wie Horn oder Holz erlaubt. Sie dürfen weder Nickel oder PVC enthalten noch aus Tropenholz gefertigt sein.
Auf dem Index stehen zudem chemische Zusätze wie Mottenschutz- oder Glanzmittel, optische Aufheller oder Konservierungsstoffe. Auch die Einhaltung internationaler sozialer Standards bei der Herstellung - etwa eine faire Entlohnung, der Ausschluss von Kinderarbeit und menschenwürdige Arbeitsbedingungen - wird durch die Label garantiert.
Textilien, die das blaue Best-Siegel tragen, dürfen nur Fasern aus kontrolliert biologischem Anbau oder aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) enthalten. Da diese Materialien noch nicht in ausreichender Menge verfügbar sind, können Produkte, die das orangefarbene Better-Siegel tragen, auch aus Garnen der konventionellen Landwirtschaft bestehen. Beide Siegel werden produktbezogen vergeben, so dass auch Hersteller konventioneller Textilien einzelne Stücke ihrer Konfektion auszeichnen lassen können. Überwacht werden die Kriterien und deren Einhaltung einmal jährlich vom schweizerischen IMO-Institut und dem Eco-Umweltinstitut aus Köln.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007