Kinder lieben Gummistiefel, da sich damit herrlich in Pfützen spielen lässt. Für Erwachsene waren sie lange Zeit kein Thema. Die dunkelgrünen Einheitsstiefel eigneten sich prima zur Gartenarbeit oder zur Wattwanderung, doch modisch waren sie nicht. In Schuhgeschäften waren sie in großen Größen kaum zu bekommen.
Jetzt fallen die kunterbunten Stiefel in den Schuhabteilungen sofort ins Auge. Sie tragen Popart- oder Paisleymuster, Streifen oder Blumen. Da wünscht man sich fast Regenwetter. Öko-Test hat untersucht, ob die Stiefel auch bei den Schadstoffen eine gute Figur machen.
Aktuelle Gummistiefel aus Natur- oder synthetischem Kautschuk werden heute entweder aufwändig in Handarbeit über einen Leisten gearbeitet oder halbautomatisch in Pressformen hergestellt und anschließend vulkanisiert. Billige Plastikstiefel aus PVC können dagegen im einfachen Spritzgussverfahren in großen Stückzahlen gefertigt werden.
In immerhin acht "sehr guten" Gummistiefeln finden sich problematische Stoffe nur in unbedenklichen Spuren. Zwei von zwölf Produkten schaffen nur ein "ausreichendes" Testergebnis. In den beanstandeten Stiefeln ist die Konzentration von Schwermetallen wie Cadmium oder von zinnorganischen Verbindungen zu hoch. In keinem der untersuchten Stiefel finden sich problematische Kunststoffe. Alle Produkte sind entweder aus Natur- oder synthetischem Kautschuk oder einer Mischung der beiden Stoffe hergestellt. Leider gibt fast kein Hersteller das Ausgangsmaterial an. Nur beim TCM Damen-Trendstiefel wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass zu 100 Prozent Naturkautschuk verwendet wird.
Alle Gummistiefel aus Kautschuk haben anfangs einen sehr starken Eigengeruch, der auch nie ganz verschwindet. Ausgiebiges Lüften hilft jedoch.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 10/2005
nach oben Zuletzt aktualisiert am 11.06.2007