Sportbekleidung aus Baumwolle gilt mittlerweile als altmodisch. So angenehm sich Baumwollkleidung an heißen Sommertagen trägt, beim Sport fühlen Baumwollklamotten sich schnell nass und schwer an. Der Grund dafür liegt im Aufbau der Baumwollfasern. Sie sind im Inneren hohl. Vergleichbar einem Schwamm können sie schnell viel Schweiß aufnehmen. Dabei quillt jedoch die nasse Zellulosefaser auf und der Schweiß wird nicht weitergeleitet. Die nasse Baumwolle klebt am Körper. Die Folge ist, dass der Schweiß direkt auf der Haut verdunstet. Das wirkt zwar bis zu einem gewissen Grad angenehm kühlend, in einem nassen Shirt fängt man aber auch schnell an zu frieren.
Anders Polypropylen, Polyamid und Polyester, die Materialien, die in Funktionskleidung zum Einsatz kommen. Polypropylen leitet Feuchtigkeit extrem schnell von der Haut weg. Der Nachteil ist: Ohne Schweiß auf der Haut gibt es keinen Kühleffekt. Hingegen verteilen Polyester, Polyamid und Mischungen daraus den Schweiß zum Kühlen auf der Haut und nur die überschüssige Feuchtigkeit wird abgeleitet. Die beiden Fasern trocknen außerdem schnell. Manche Hersteller mischen noch Elasthan bei, dadurch wird die Dehnbarkeit des Kleidungsstücks erhöht.
Öko-Test hat 13 Laufshirts für Frauen eingekauft und auf umstrittene und/oder problematische Inhaltsstoffe untersuchen lassen. Getestet wurden Produkte von ausgewiesenen Sportausstattern ebenso wie preisgünstige Hemdchen vom Discounter. Insgesamt schneiden die Shirts erfreulich gut ab. Unnötig sind optische Aufheller, die in zehn Produkten nachgewiesen wurden. Sie belasten die Umwelt, weil sie kaum abgebaut werden. Die Weißmacher können mit dem Schweiß auf die Haut gelangen und bei gleichzeitiger Sonneneinstrahlung allergische Reaktionen hervorrufen. Gewaschen wird Funktionskleidung am besten mit Feinwaschmittel und niemals mit Weichspüler.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 06/2007
nach oben Zuletzt aktualisiert am 18.06.2007