Hausstaubmilben produzieren Unmengen an Exkrementen, in denen auch die Allergene stecken, die dem Hausstauballergiker die Nase laufen lassen und zu allergischem Asthma führen können. Da sich die Milben von abgestorbenen Hautschuppen ernähren, ist das Bett ihr bevorzugter Aufenthaltsort. Daher sollten Allergiker ihr Kopfkissen, das Oberbett und insbesondere die Matratze mit speziellen Bezügen umhüllen. Sie sollen verhindern, dass die Allergene aus der Matratze gelangen und die Milben von der Nahrungszufuhr abschneiden. Die speziell beschichteten oder besonders dichten Gewebe sollen aber trotzdem durchlässig für den im Schlaf abgegebenen Schweiß sein. Über diese sog. Encasings kommt dann noch die Bettwäsche.
Das Problem:
Etliche Bezüge sind nicht dicht genug oder gehen schnell kaputt und schützen gar nicht vor den Milbenallergenen. Andere wiederum sind mit Pestiziden behandelt, die aber weder die Allergene zerstören noch die Milben abtöten, die in den tieferen Regionen der Matratze leben. Manche Encasings enthalten sogar gesundheitlich bedenkliche Chemikalien wie Tributylzinn oder Weichmacher. Sie werden als Hilfsmittel in der Kunstfaserherstellung eingesetzt, können vom Schläfer über die Haut oder die Atmungsorgane aufgenommen werden und sind in der Umwelt nur schwer abbaubar.
Der Umwelttipp:
Es gibt Bezüge, die Allergiker zuverlässig vor den Milbenallergenen schützen und nicht mit gesundheitlich bedenklichen Chemikalien zusätzlich belasten. Trotzdem können sie mit einer hohen Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit besten Schlafkomfort bieten. Gute Qualität ist auch nach mehrmaligem Waschen dicht, deshalb geben manche Hersteller eine Qualitätsgarantie bis zu zehn Jahren. Es reicht übrigens nicht nur das eigene Bett zu umhüllen, sondern das Bett des Partners muss genauso gut eingepackt werden.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007