Sportschuhe und -kleidung gehören zu unserem Alltag. Sie stehen für Freizeit, Sportlichkeit und Gesundheit. Die Namen der großen Marken kennt jedes Kind. Wo die Artikel hergestellt werden und wer sie fabriziert, ist hingegen kaum bekannt.
Das Problem: Auch die großen Markenunternehmen produzieren nicht selbst, sondern entwerfen und vermarkten nur. Die Herstellung wird bei anderen selbstständigen Unternehmen in Auftrag gegeben. Diese produzieren dort, wo genügend ArbeiterInnen für geringen Lohn zur Verfügung stehen, beispielsweise in Südostasien oder Mittelamerika. Wegen des großen Konkurrenzkampfes versuchen die Herstellungsbetriebe auf Kosten ihrer Angestellten und der Umwelt so billig wie irgend möglich zu produzieren. Dieses führt zu menschenunwürdigen und gesundheitsschädlichen Arbeits- und Lebensbedingungen. Was auf Kosten dieser Menschen bei der Herstellung der Kleidung und Schuhe eingespart wird, investieren die Sportmarken in teure Imagewerbung, aufwendiges Marketing und Vertrieb.
Der Umwelttipp: Als Konsument können Sie dem Kleidungsstück zwar nicht ansehen, unter welchen Bedingungen es produziert worden ist. Aber Sie haben es in der Hand entsprechend der internationalen "Kampagne für Saubere Kleidung" die Konzerne aufzufordern, sich ihrer Verantwortung für die Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben zu stellen, Missstände zu beheben und Mindeststandards einzuhalten. Zu einer fairen Produktion gehört die Einhaltung der wichtigsten Konventionen internationaler Arbeits- und Menschenrechte. Das sind beispielsweise die Zahlung existenzsichernder Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, ein Verbot ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse und unabhängige Kontrollen.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007