Stoppersocken sind beliebt, nicht nur bei den Kleinen. Sie sind viel bequemer als Hausschuhe und selbst auf glatten Böden besteht keine Rutschgefahr. Bei einigen ist die Sohle komplett beschichtet, bei anderen sorgen aufgedruckte Noppen, Herzchen oder Figuren für Bodenhaftung. Neun von 18 auf Schadstoffe getestete Socken schnitten bei Öko-Test von "sehr gut" bis "befriedigend" ab. Leider fielen aber auch acht Socken mit "mangelhaft" durch.
Ein Grund für das schlechte Ergebnis: Um PVC-haltige Antirutschbeschichtung flexibel zu machen, verwenden einige Hersteller immer noch Phthalat-Weichmacher. Ein Phthalatverbot für Kinderartikel steht schon seit Jahren im Raum. Sechs Phthalat-Weichmacher sind bereits seit 1999 in Spielzeug für Kinder unter 36 Monaten verboten, wenn es bestimmungsgemäß in den Mund genommen werden darf. Ab Januar 2007 dürfen Spielzeug und Babyartikel generell drei Vertreter aus dieser Stoffgruppe nicht mehr enthalten. Drei weitere Phthalate sind in Babyartikeln und Spielzeug tabu, die von Kindern in den Mund genommen werden können. Phthalate können sich negativ auf das Hormonsystem auswirken und Leber und Nieren schädigen.
Leider sind auch manche Ersatzstoffe für Phthalate keineswegs erste Wahl. Das Umweltbundesamt beurteilt die Verwendung von Weich-PVC aufgrund der darin enthaltenen, problematischen Zusätze grundsätzlich als kritisch. Es empfiehlt einen Ersatz von Weich-PVC durch andere elastische Werkstoffe, die weichmacherfrei sind. Denn es gibt Alternativen. Bei der Antirutschbeschichtung von Stoppersocken gehört Silikon dazu. Alle Socken mit Silikon Beschichtung haben im Test mit "sehr gut" oder "gut" abgeschnitten. Grundsätzlich sollten alle Socken vor dem ersten Tragen gewaschen werden. Problematische Stoffe lassen sich teilweise auswaschen.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 11/2006
nach oben Zuletzt aktualisiert am 08.06.2007