Miele, Bosch und Siemens haben schon seit einiger Zeit Geräte mit 20-Grad-Einstellung im Programm. Und wenn der Entwurf der Ökodesign-Richtlinie für Waschmaschinen abgesegnet wird, sollen alle Geräte, die ab 2014 auf den Markt kommen, über ein solches Niedrigtemperaturprogramm verfügen. Die meiste Energie braucht die Waschmaschine nämlich, um das Wasser aufzuheizen. Es lohnt sich also, hier zu sparen.
Die passenden Vollwaschmittel sind dafür schon auf dem Markt. Erst bei heftigen Flecken geraten sie laut Ökotest an ihre Grenzen. Für all die einmal getragenen T-Shirts oder leicht verschwitzten Hemden, die Tag für Tag in der Wäsche landen, genügt eine 20- bis 30-Grad-Wäsche auf jeden Fall. Die Bleichmittel, die in Vollwaschmitteln enthalten sind, setzen Bakterien, Pilzen und Viren schon bei niedrigen Temperaturen ordentlich zu. Wer seine Unterwäsche also nur bei niedrigen Temperaturen waschen kann, muss sich keine Sorgen machen.
Bei Wäsche der Kategorie "dreckige Putzlappen" ist man mit einer 60-Grad-Wäsche und einem bleichmittelhaltigen Vollwaschmittel auf der sicheren Seite. Ein bis zwei solcher Wäschen pro Monat werden generell Haushalten empfohlen, die häufig mit milden, bleichmittellosen Colorwaschmitteln waschen. So wird verhindert, dass in der Waschtrommel ein Biofilm entsteht.
Kochwäschen dagegen kann man sich sparen. Sauber und rein heißt nicht keimfrei, und das ist aus Sicht des Umweltbundesamtes auch gut so. Die Verwendung von Desinfektionsmittel in Haushalten steht im engen Zusammenhang mit der Häufigkeit von Allergien. Zuviel Hygiene macht erst die Probleme. Nur wenn ein Familienmitglied wirklich krank ist und zum Beispiel an Durchfall leidet, müssen besondere Hygienemaßnahmen eingehalten werden.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 09/2010
Umwelttipp: Fest oder flüssig - Waschpulver sind besser
nach oben Zuletzt aktualisiert am 13.02.2012