Am Sinn oder Unsinn von Weichspülern scheiden sich die Geister. Für den eigentlichen Wasch- und Reinigungsvorgang sind Weichspülmittel nicht erforderlich. Die stark parfümierten, schmierigen Flüssigkeiten werden aber gern verwendet, da sie die Textilien weicher machen, zum Teil schneller trocknen lassen, elektrostatische Aufladungen unterdrücken und auch das Bügeln erleichtern.
In Kauf genommen wird dafür die verringerte Wasseraufnahmefähigkeit, die sich besonders bei Handtüchern bemerkbar macht. Verantwortlich für den weichspülenden Effekt sind kationische Tenside. Diese wurden früher aus Erdöl gewonnen und waren in der Umwelt sehr schlecht abbaubar. Sie werden heute fast vollständig durch die neuen Esterquats ersetzt. Sie werden aus Tier- oder Pflanzenfetten gewonnen und sind in der Umwelt sehr gut abbaubar. Dennoch weist das Umweltbundesamt darauf hin, dass auch für diese "schädliche Effekte auf Wasserorganismen nur dann ausgeschlossen werden können, wenn eine biologische Abwasserreinigung garantiert und der direkte Eintrag ins Gewässer ausgeschlossen ist. Ohne moderne Kläranlage geht´s also nicht. Zudem steht mittlerweile in jedem dritten Haushalt ein elektrischer Wäschetrockner, der die Trockenstarre auch ohne Weichspüler verhindert. Aber ein anderer Effekt gewinnt zunehmend an Bedeutung: Weichspüler werden heute überwiegend wegen ihres Duftes gekauft.
Auf Weichspüler kann man getrost verzichten. Die Wäsche wird auch weich und frisch, wenn sie im Freien getrocknet wird. Deshalb appelliert das Umweltbundesamt: Wenn Sie nicht auf den Gebrauch von Weichspülern verzichten wollen, reduzieren Sie diesen und dosieren Weichspüler so sparsam wie möglich.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 07.06.2007