Die Fußballweltmeisterschaft ist für den Fernsehfachhandel ein wichtiges Ereignis. Viele Haushalte kaufen sich neue, meist größere und flache Fernsehgeräte. Die klassischen Röhrenfernseher geraten dabei zunehmend ins Abseits. Dabei bieten die großen flimmerfreien Röhrenmodelle mit 82 cm Bilddiagonale oft gute Bildqualitäten und werden immer preiswerter.
Große Fernseher haben eine höhere elektrische Leistungsaufnahme und verbrauchen deshalb bei gleicher Betriebsdauer mehr Strom. Röhren-Fernseher und die flachen LCD-TV-Geräte treten im Stromverbrauch relativ sparsam auf - im Schnitt weisen sie bei vergleichbarer Größe von ca. 36 Zoll eine Leistungsaufnahme von etwa 110 bis 140 Watt auf. Ein Plasma-TV-Gerät kommt locker auf 100 bis 200 Watt mehr. Und je farbenfreudiger das Bildmaterial, desto höher der Stromverbrauch! Bei angenommenen fünf Stunden Betrieb am Tag und 20 Cent Strompreis je Kilowatt-Stunde macht das Mehraufwendungen für Strom von drei Euro pro Monat aus. Interessant ist übrigens, dass einige Hersteller die Werte für die Leistungsaufnahme ihrer Plasma-TV-Geräte in den Angaben zu den technischen Daten verschweigen. Warum wohl? Bei einem besonders ineffizienten Plasmafernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 141 cm wurde ein Wert für die Leistungsaufnahme im Betrieb von 530 Watt ermittelt - dies entspricht etwa dem Wert von acht mittelgroßen konventionellen Röhrenfernsehern.
Der Verbrauch hängt auch sehr von den jeweiligen Geräteeigenschaften (zum Beispiel HDTV, Dolby Surround oder 100 Hertz-Technik) ab. Daher empfiehlt es sich, beim Kauf konkret nach dem Stromverbrauch des Geräts zu fragen - sowohl im Normalbetrieb (On-Modus) als auch im Stand-by-Betrieb. Das Gerät sollte einen echten Ein-/Ausschalter haben, damit es vollständig vom Stromnetz getrennt werden kann.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 05/2006
nach oben Zuletzt aktualisiert am 11.06.2007