Es ist so komfortabel: den Wasserhahn aufdrehen und sofort fließt warmes Wasser heraus. Die Zirkulationsleitung macht es möglich. Kein langes Warten, kein ungenutzt abfließendes Kaltwasser. Doch die Bequemlichkeit hat ihren Preis: das warme Wasser verliert während der Zirkulation einen Teil seiner Wärmeenergie. Der Heizkessel muss immer wieder nachheizen, um das Temperaturniveau zu halten. Öl oder Gas werden unnütz verbraucht.
Wie viel Heizenergie bei der Warmwasserzirkulation verloren geht, hängt von der Gebäudegröße und der Anzahl der Bewohner ab. Was für ein großes Mehrfamilienhaus mit vielen Nutzern sinnvoll sein kann, bedarf im Einfamilienhaus einer durchdachten Regelung, um Energieverluste zu minimieren.
In älteren Anlagen wird das Wasser manchmal noch per Schwerkraft permanent durch das Haus gefördert. Der Wärmeverlust findet dann rund um die Uhr statt – auch wenn die Bewohner schlafen. Zumeist finden sich jedoch elektrische Pumpen, die das warme Wasser im Leitungssystem verteilen.
Da nicht permanent Warmwasser benötigt wird, sollten die Betriebszeiten der Pumpen entsprechend den Lebensgewohnheiten eingestellt werden. Kleine Haushalte - zumal von Berufstätigen - kommen häufig mit zwei oder drei kurzen Schaltzeiten von zum Beispiel einer Stunde aus, in denen die Hauptnutzung des Warmwassers liegt. Das minimiert zudem den teilweise hohen Stromverbrauch der Pumpe und verlängert ihre Lebensdauer.
Können die Pumpenlaufzeiten nicht innerhalb der Heizungsprogrammierung oder direkt an der Pumpe eingestellt werden, so lässt sich der Netzstecker über eine preisgünstige Zeitschaltuhr anschließen.
Neben diesen einfachen Mitteln gibt es nachrüstbare, "intelligente" Pumpenvorschaltgeräte. Diese überwachen mittels Fühlern Strömung und Temperatur an Vor- und Rücklauf. Wird ein Wasserhahn nur kurz geöffnet und wieder geschlossen, so wird die Zirkulation eingeschaltet und das warme Wasser steht sehr schnell an der Zapfstelle zur Verfügung. Manche Vorschaltgeräte speichern auch, zu welchen Tageszeiten Warmwasser angefordert wird. Entsprechend schalten sie kurz vorher die Zirkulationspumpe ein und danach wieder aus. Ändern sich diese Zeiten, so reagieren diese Vorschaltgeräte ebenfalls.
Außer der durchdachten Steuerung der Pumpen tragen auch kurze, möglichst gut isolierte Leitungen zur Energieersparnis bei.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 15.12.2011