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29.09.2026
Zur Hauptpflanzzeit im Herbst können Gärtnernde die Weichen für den ökologischen Wert ihres Grundstücks stellen. Im Oktober kann in einem typischen mitteleuropäischen Garten fast alles neu gesetzt oder umgepflanzt werden. Gehölze aller Art – Laubbäume, Ziersträucher, Heckenpflanzen – eignen sich ebenso wie Rosen und die meisten Stauden.
Heimische Pflanzen sind für viele Insekten besonders wichtig, da sich zahlreiche Arten auf bestimmte Nahrungspflanzen spezialisiert haben. Fehlen diese, kann auch vielen anderen Tierarten Nahrung fehlen, die von Insekten leben. Auch ÖKO-TEST betont, dass eine vielfältige Auswahl heimischer Pflanzen über die Jahreszeiten hinweg Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insekten schaffen kann.
Selbst bei wenig spezialisierten Insekten kann es saisonal zu Nahrungsmangel kommen. Bäume und Sträucher können dann viele Insekten anziehen, wenn nur wenige andere blühende Pflanzen vorhanden sind, auf die nektar- und pollensammelnde Insekten ausweichen können. Ein vielfältiges Pflanzenangebot sorgt deshalb dafür, dass zu unterschiedlichen Jahreszeiten ausreichend Nahrung zur Verfügung steht.
Auch Blumenzwiebeln gehören jetzt in die Erde, solange der Boden noch nicht gefroren ist. Sie können bis in den November hinein gesetzt werden und belohnen die Mühe im kommenden März und April mit einem Farbenrausch.
Gartenbesitzende und Kommunen können durch eine überlegte Artenwahl von Frühjahr bis Herbst ein möglichst lückenloses Angebot an Nektar und Pollen schaffen. Neben den Blütenbesuchenden müssen auch Insekten berücksichtigt werden, die von anderen Pflanzenteilen leben – denn auch die Nahrung der Larven und Raupen muss vorhanden sein. Doch sogar in der Stadt kann jede Person ohne großen Aufwand etwas tun: möglichst vielfältige und heimische Pflanzen setzen. Dauerhafte Blumenwiese statt monotonem Einheitsrasen. Dafür bietet der BUND Bremen mit dem kostenlosen „City Mix“ regionales Saatgut an, mit dem sich auch kleine Flächen in artenreiche Blühflächen verwandeln lassen. Wiesen nicht zu häufig oder zu früh mähen, weil sonst viele Pflanzen nicht zur Blüte kommen und Insekten Lebensraum verlieren. Wildstaudenbeete mit unterschiedlichen Blühzeiten anlegen. Wildpflanzen an ungenutzten Stellen stehen lassen.
Bildquelle: matthiasboeckel, pixabay.com
Weitere Informationen:
Bremen blüht wieder auf: kostenloses Regiosaatgut abzugeben, BUND Bremen
Diese Pflanzen kommen im Oktober in die Erde - Ökotest, September 2026
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