Sie befinden sich hier: Umwelttipps
28.09.2026
Weiße Wandfarbe gehört zu den Klassikern. Fast jede Wohnung hat ein paar weiße Wände oder zumindest weiß gestrichene Decken. Stiftung Warentest und ÖKO-TEST haben 2026 jeweils 19 weiße Wandfarben für Innenräume überprüft. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede bei Deckkraft, Ergiebigkeit, Strapazierfähigkeit und Schadstoffen. Viele Farben schnitten gut ab, doch nicht alle hielten ihre Versprechen.
Dispersionsfarben bestehen vor allem aus Wasser, Pigmenten und Füllstoffen. Kunst- oder Naturharze dienen als Bindemittel. Bei der Konservierung hat sich gegenüber früheren Tests einiges verbessert. ÖKO-TEST beanstandete nur noch wenige Farben wegen des Konservierungsmittels Benzisothiazolinon (BIT). Der Stoff kann Allergien auslösen und wird deshalb kritisch bewertet.
Fast alle Farben im aktuellen ÖKO-TEST kommen ohne Konservierungsmittel aus. Stattdessen setzen die Hersteller häufig auf einen hohen pH-Wert und eine möglichst keimarme Produktion. Auch der Blaue Engel stellt strenge Anforderungen an emissionsarme Innenwandfarben und schließt bestimmte Konservierungsmittel aus.
Stiftung Warentest prüfte unter anderem die Deckkraft. Fast alle Farben waren mit Deckkraftklasse 1 deklariert, zeigten aber teils deutliche Unterschiede. Auch die Ergiebigkeit variierte: Ein Liter reichte je nach Farbe für rund sieben bis mehr als zwölf Quadratmeter.
Hersteller sind weiterhin nicht verpflichtet, die vollständige Rezeptur auf der Verpackung anzugeben. ÖKO-TEST kritisiert deshalb fehlende Informationen und Sicherheitshinweise. Auch technische Datenblätter sind nicht immer leicht zu finden.
Beim Streichen sollten Räume grundsätzlich gut gelüftet werden. Auch emissionsarme Farben können Haut und Augen reizen. Handschuhe sind deshalb sinnvoll. Wird Farbe aufgesprüht, sollte zusätzlich auf geeigneten Atem- und Augenschutz geachtet werden.
Statt Konservierungsmitteln nutzen viele Hersteller inzwischen hohe pH-Werte. Das alkalische Milieu erschwert das Wachstum von Mikroorganismen. Bei der Auswahl kommt es heute daher neben der Deckkraft und Ergiebigkeit auch auf die enthaltenen Konservierungsstoffe an.
Bildquelle: vitkalova pixabay.com
Weitere Informationen:
Bitte Suchbegriff eingeben