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21.09.2026
Am 27.06.2026 greift die EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition) gegen unlauteren Wettbewerb und Greenwashing. Pauschale Begriffe wie „umweltfreundlich“, „klimafreundlich“, „grün“ oder „ökologisch“ sind dann auf Verpackungen grundsätzlich nicht mehr zulässig, sofern das Unternehmen keine entsprechende Umweltleistung für das Produkt nachweisen kann.
Unternehmen dürfen zudem keine eigenen Ökosiegel oder hausinternen Nachhaltigkeitslogos erfinden, um ihre Produkte besser darzustellen. Nachhaltigkeitslabel müssen auf einem transparenten, unabhängigen Zertifizierungssystem beruhen und von einer unabhängigen Stelle verifiziert sein, beispielsweise durch den TÜV oder staatliche Stellen.
Beim Kauf vieler Baustoffe können etablierte Umwelt- und Nachhaltigkeitssiegel eine wichtige Orientierung bieten. Ökotest untersuchte verschiedene Siegel, dazu gehören beispielsweise der Blaue Engel, natureplus, und das GUT-Label. Die Kriterien unterscheiden sich je nach Siegel. Sie reichen von Anforderungen an umweltfreundliche Herstellungsverfahren und den Einsatz nachwachsender Rohstoffe bis zur Prüfung von Schadstoffausgasungen und Emissionen. Zertifizierte, schadstoffarme und emissionsgeprüfte Produkte können damit auch zu einem gesunden Wohnumfeld beitragen.
Eine gesetzlich vorgeschriebene Volldeklaration aller Inhaltsstoffe wie bei Lebensmitteln oder Medikamenten gibt es für Baustoffe in Deutschland bisher nicht. Eine leicht verständliche Ampelkennzeichnung könnte Verbrauchenden auf einen Blick zeigen, wie hoch die Schadstoffbelastung eines Produkts ist. Mit einer solchen gesetzlichen Regelung ist allerdings voraussichtlich nicht kurzfristig zu rechnen.
Um bestehende rechtliche Lücken zu schließen, gilt seit Januar 2026 die novellierte Bauprodukteverordnung der EU. Sie enthält jedoch noch keine konkreten Vorgaben zur umfassenden Prüfung von Schadstoffen oder Emissionen. Im Mittelpunkt stehen vielmehr Mindestanforderungen an Bauprodukte und die Einhaltung anerkannter Regeln der Technik.
Wer beim Kauf von Bauprodukten auf Umwelt- und Gesundheitsaspekte achten möchte, sollte deshalb auf etablierte und unabhängig geprüfte Zertifizierungen achten.
Siegel für Baustoffe:
Bildquelle: natureplus.de
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