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09.10.2026
Öko-Test hat 32 Haarkuren und Haarmasken unter die Lupe genommen. Im Fokus stehen neben Silikonen auch bedenkliche Duftstoffe, Konservierungsmittel und ein UV-Filter. Denn was das Haar geschmeidig macht oder ein Produkt länger haltbar hält, ist nicht immer unbedenklich für Mensch und Umwelt.
Silikone legen sich wie ein Film um das Haar. Sie glätten die Oberfläche, gleichen Unebenheiten aus und lassen die Haare glänzend und gepflegt aussehen. Der Effekt ist allerdings vor allem optisch: Silikone pflegen das Haar nicht von innen und können es auf Dauer beschweren. Andere synthetische Polymere sind teilweise schwer biologisch abbaubar und können die Umwelt belasten.
Im Test schneiden zahlreiche Produkte mit Bestnote ab. Kritik gibt es unter anderem am UV-Filter Octinoxat, der möglicherweise hormonell wirksam ist, am stark aller-gieauslösenden Konservie-rungsmittel CIT und am Duft-stoff Galaxolid, der sich im Körper anreichern kann. Auch Silikone und synthetische Polymere führen zu Punktabzügen. Zertifizierte Naturkosmetik ist eine gute Alternative: Sie kommt ohne Silikone und synthetische Polymere aus.
Wer auf silikonfreie Haarpflege umsteigt, bemerkt mög-licherweise zunächst weniger Glanz oder Geschmeidigkeit. Das muss kein Grund zur Sorge sein: Das Haar ist nicht länger von einem glättenden Film umhüllt. Pflanzliche Öle und andere geeignete Pflegestoffe können helfen, es geschmeidig zu halten. Entscheidend ist, welche Pflege zum eigenen Haartyp passt.
Nicht jedes Haar braucht eine intensive Kur oder Maske. Bei gesundem, glattem Haar reicht oft eine milde Pflegeroutine. Wichtig ist auch, nasses Haar vorsichtig auszudrücken, statt es kräftig mit dem Handtuch trocken zu rubbeln. Bei trockenem, lockigem oder chemisch behandeltem Haar kann zusätzliche Pflege sinnvoll sein. Am besten sparsam starten, die Kur vor allem in Längen und Spitzen verteilen und Menge sowie Einwirkzeit an die Bedürfnisse der Haare anpassen.
Weitere Informationen:
Öko-Test, Heft 09/2026
Umwelttipps:
Haare färben
Bildquelle: © Günter Hommes / pixelio.de
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