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15.09.2025
Auf den ersten Blick sieht ein Winterreifen aus wie jeder andere. Von der Sommerversion unterscheiden sich Winterreifen jedoch durch Profilform und Gummimischung. Die Lauffläche soll auf Schnee, Eis und bei niedrigen Temperaturen ausreichend weich sein, damit der Reifen sich dem Untergrund optimal anpasst.
Aktuelle Winterreifentests, etwa vom ADAC und ÖAMTC, zeigen auch 2024 große Unterschiede zwischen den Modellen: Von 28 getesteten Reifen für Kompaktwagen und SUV fallen vier mit „mangelhaft“ durchs Raster. Spitzenreiter sind Reifen wie der Continental WinterContact TS 870, der Goodyear UltraGrip Performance 3 oder der Michelin Alpin 6, die überdurchschnittlich bei Sicherheit auf nasser und winterlicher Fahrbahn sowie bei Umweltaspekten abschneiden.
Ein wichtiger Vergleichspunkt ist der Bremsweg auf Nässe: Unterschiede von mehreren Metern zwischen einem sehr guten und einem weniger guten Reifen sind typisch. Was bei Gefahrenbremsen entscheidend sein kann. Auch Gewicht, Abrieb und Laufleistung wirken mit hinein, und ein teurerer Reifen kann sich durch bessere Haltbarkeit lohnen.
Das aktuelle EU-Reifenlabel (seit Mai 2021) bewertet Rollwiderstand und Nasshaftung in den Klassen A bis E. Zusätzlich enthält das Label zum externen Rollgeräusch in Dezibel sowie Symbole für Wintertauglichkeit: das „Alpine“-Symbol (Berg mit Schneeflocke) signalisiert geprüfte Schneehaftung. Je leiser ein Reifen abrollt, desto angenehmer ist er für die Umgebung und die fahrende Person. Typische Werte liegen heute bei etwa 67 bis 77 Dezibel auf genormten Asphalt bei 80 km/h; eine Zunahme um rund 3 Dezibel entspricht dabei einer Verdopplung der wahrgenommenen Lautstärke.
Ein geringerer Rollwiderstand vermindert zudem den Spritverbrauch. Zwischen dem effizientesten und den am stärksten widerständigen Reifen liegen in Tests oft bis zu sechs Prozent Unterschied, was bei 50.000 km Fahrleistung etwa 150 Liter Kraftstoff sparen kann. Wer viel fährt, sollte darauf achten, wie stark die Reifen den Kraftstoffverbrauch des Autos beeinflussen. Entscheidend bleibt jedoch immer die eigene Fahrweise: Vorsichtiges und vorausschauendes Fahren ist der wichtigste Faktor für Sicherheit und Verbrauch.
Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de
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