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15.06.2026
Wer Wert auf eine gesunde Ernährung und ökologisch erzeugte Lebensmittel legt, sollte auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den Herkunftsländern dieser Produkte im Blick haben. Umweltfreundliche Landwirtschaft allein reicht nicht aus – ebenso wichtig sind faire Handelsbeziehungen und soziale Gerechtigkeit.
Noch immer werden große Mengen an Pflanzenschutzmitteln, die in Europa längst verboten sind, in Länder des Globalen Südens exportiert. Dort gefährden sie die Gesundheit der Menschen, belasten Böden und Trinkwasser und schaden der Umwelt nachhaltig. Gleichzeitig stehen viele Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter unter erheblichem wirtschaftlichen Druck und erhalten oft keine angemessene Entlohnung für ihre Arbeit.
Aus diesem Grund ergänzen Fairhandels- und Nachhaltigkeitssiegel die bekannten Bio-Zertifizierungen um soziale und ökologische Standards. Sie setzen sich für faire Preise, bessere Arbeitsbedingungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen ein.
Stiftung Warentest hat vier der bekanntesten Siegel getestet: Fairtrade, Hand in Hand, Naturland Fair und Rainforest Alliance. Alle vier Siegel verbessern die Lebensgrundlage der Beschäftigten in der Landwirtschaft und fördern nachhaltigen Anbau. Drei der Siegel findet Stiftung Warentest besonders empfehlenswert. Das Anforderungsniveau von einem Siegel wird im Test als etwas zu lasch bewertet.
Produkte mit diesen Siegeln gibt es inzwischen in vielen Supermärkten und Weltläden. Ob Kaffee, Tee, Schokolade, Kakao, Honig oder Süßwaren – wer zu fair und nachhaltig erzeugten Produkten greift, leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und zum Schutz unserer Umwelt. Fair einkaufen lohnt sich – für Mensch und Natur.
Weitere Informationen:
Stiftung Warentest, Heft 05/2026 Nachhaltigkeitssiegel im Test: Diese Label machen einen Unterschied
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