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06.10.2026
Giftpflanzen wachsen überall, nicht nur in freier Natur, sondern auch als Topfpflanzen im Haus. Vergiftungen durch Pflanzen betreffen besonders häufig Kinder, da diese vieles in den Mund nehmen und unbekannte Pflanzenteile leicht probieren.
Häufig wissen Eltern nicht, dass giftige Pflanzen in ihrer Umgebung wachsen oder sogar in der eigenen Wohnung stehen. Besonders Blüten und Früchte vieler Pflanzen verleiten mit ihrer Farbenpracht Kinder dazu, Pflanzenteile in den Mund zu nehmen oder zu probieren.
Die Gefahr einer Vergiftung oder Verletzung durch Pflanzenteile lässt sich durch Vorsichtsmaßnahmen vermindern: Informieren Sie sich über die Pflanzen, die in ihrer Wohngegend wachsen, und stellen Sie fest, welche Arten giftig sind. Das vollständige Entfernen von Giftpflanzen aus Spielplätzen, Parks oder der Natur ist unmöglich und gerade bei einheimischen Gewächsen weder ökologisch noch pädagogisch sinnvoll. Kleine Kinder sollten beaufsichtigt und frühzeitig über Gefahren aufgeklärt werden. Erziehen Sie Ihre Kinder unter dem Motto „Beschauen, nicht kauen“ zur Vorsicht. Unbekannte Früchte oder Pflanzenteile dürfen nicht probiert werden.
Bei der Behandlung einer möglichen Vergiftung beachten: Entfernen Sie Pflanzenreste aus dem Mund und rufen Sie bei Verdacht ein Giftinformationszentrum an. Schildern Sie, welche Pflanze und Pflanzenteile betroffen sind, welche Menge aufgenommen wurde und welche Symptome auftreten. Lösen Sie niemals Erbrechen aus und geben Sie keine Milch oder Salzwasser. Nach dem Verschlucken können zunächst ein bis zwei Gläser Wasser oder Tee gegeben werden. Bei Beschwerden oder schweren Vergiftungserscheinungen umgehend einen Arzt oder eine Klinik aufsuchen. Nehmen Sie möglichst Teile oder ein Foto der Pflanze zur Identifikation mit. Bei einem medizinischen Notfall gilt die Notrufnummer 112.
Weitere Informationen:
Giftinformationszentrum Nord
Informationszentrale gegen Vegiftungen, Bonn
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