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Vögel im Winterhalbjahr zu füttern ist sehr beliebt, aber auch umstritten. Dazu empfiehlt zum Beispiel der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bei der Vogelfütterung eher maßvoll und sachgerecht vorzugehen. Wenn jedoch die natürlichen Nahrungsquellen für Vögel knapp werden – bei längerem Frost, Eisregen oder einer dauerhaft geschlossenen Schneedecke – sollte Futter angeboten werden.
Ein bislang immer noch nicht genug beachtetes Thema ist die beifußblättrige Ambrosie. Viele fertige Futtermischungen sind verunreinigt mit den Samen dieser problematischen Pflanze aus Nordamerika, die sich mittlerweile auch hierzulande stark ausbreitet. Hat sich die Ambrosie einmal angesiedelt, so gibt es kaum ein Zurück. Eine einzelne Pflanze kann bis zu 62.000 Samen produzieren, die bis zu 40 Jahre keimfähig bleiben.
Bei Menschen kann die Ambrosie heftige Reaktionen auslösen. Ihre Pollen gelten als die potentesten Allergene weltweit. Schon geringste Dosen reichen, um bei Allergikern Heuschnupfen bis hin zu Asthma auszulösen. Ein häufiger Fundort sind private Gärten. Vogelfutter scheint eine der Hauptursachen für die ungewollte Verbreitung von Ambrosia zu sein.
Einige Anbieter versuchen, ihre Futtermischungen von Ambrosia freizuhalten. Diese Produkte tragen das Siegel „Ambrosia kontrolliert“. Komplett frei von den Samen sind aber auch diese Mischungen nicht immer. Der Orientierungswert für den Hinweis "gereinigt" oder "geprüft" beträgt sehr geringe 0,02 Prozent Samen. Trotzdem können immer noch rund 35 Samen pro Kilo enthalten sein. Keimt im Frühjahr die Ambrosie aus, ist es wichtig, sie frühzeitig aus dem Garten zu entfernen.
Eine Futteralternative können selbst gemachte Mischungen sein mit Sonnenblumen- und Kürbiskernen aus der Lebensmittelabteilung, Haferflocken, Bucheckern sowie naturbelassenen Nüssen. Gern gefressen werden auch getrocknete Beeren von Weißdorn, Holunder, Sanddorn, Eberesche oder Schlehe.
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