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17.07.2026
Sonnenschirme spenden wohltuenden Schatten, schützen vor UV-Strahlen und machen Terrassen an heißen Tagen deutlich angenehmer. Angesichts immer längerer Sonnenstunden sind sie für viele Haushalte unverzichtbar.
Umso ernüchternder der aktuelle Test der Stiftung Warentest aus. Von elf geprüften Modellen – fünf Marktschirmen und sechs Ampelschirmen – enthielten bis auf einen alle erhöhte Mengen an PFAS. Diese sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ stehen wegen ihrer Umwelt- und Gesundheitsrisiken in der Kritik. Positiv ist dagegen der UV-Schutz. Alle getesteten Schirme schützen auch nach längerer Nutzung zuverlässig vor schädlicher UV-Strahlung. Modelle mit ausgewiesenem UV-Schutzfaktor 80 ließen im Labor weniger als 0,1 Prozent der UV-Strahlen durch. Je nach Modell beträgt die Schutzdauer etwa sieben bis 13 Stunden. Dennoch bieten Schirme keinen vollständigen Schutz, da Sonnenlicht beispielsweise von Hauswänden reflektiert wird. Für empfindliche Hauttypen ist zusätzliche Sonnencreme sinnvoll.
Auch bei Stabilität und Haltbarkeit überzeugen die meisten Schirme. Sie trotzen leichterem Wind sowie häufigem Öffnen und Schließen. Die meisten Stoffe sind relativ reißfest und bleichen selbst bei intensiver Sonneneinstrahlung kaum aus. Bei angekündigten Unwettern sollte der Schirm dennoch geschlossen und sicher verstaut werden. Im Winter empfiehlt sich eine trockene Lagerung, um Stockflecken und Schimmel zu vermeiden.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Marktschirme sind meist günstiger und besitzen einen Stab in der Mitte. Ampelschirme hängen an einem seitlichen Tragarm, bieten mehr Bewegungsfreiheit und lassen sich flexibler ausrichten. Der Schirm sollte die zu beschattende Fläche rund 50 Zentimeter auf jeder Seite überragen. Für einen Esstisch mit vier bis sechs Personen genügt in der Regel ein Durchmesser von drei Metern, für größere Sitzgruppen sind vier Meter empfehlenswert.
Ein stabiler Schirmständer ist unverzichtbar. Er gehört nicht immer zum Lieferumfang, daher sollte vor dem Kauf geprüft werden, welches Mindestgewicht der Hersteller empfiehlt. So bleibt der Schirm auch bei Wind sicher stehen. Helle Bespannungen reflektieren Sonnenlicht und sorgen für ein kühleres Klima unter dem Schirm. Dunklere Stoffe wirken schmutzunempfindlicher, können jedoch mit der Zeit stärker ausbleichen. Für eine lange Lebensdauer sollte der Schirm regelmäßig trocken abgebürstet und erst vollständig trocken zusammengefaltet werden. Eine Schutzhülle schützt zusätzlich vor Schmutz und Ausbleichen.
Bildquelle: Daniele Castelletti, pixabay.com
Weitere Informationen:
Stiftung Warentest, Heft 07/2026
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