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21.12.2025
Unter manchem PVC- oder Teppichboden verbergen sich alte Holzdielen. Häufig lohnt es sich, sie freizulegen und fachgerecht aufzuarbeiten. Mit geliehenen Profigeräten, guter Staubabsaugung und geeignetem Atemschutz können Dielenböden auch in Eigenleistung... renoviert werden. Mit dem Abschleifen allein ist es meist nicht getan. Risse und kleinere Fugen lassen sich gut mit speziellen Fugenkitten oder mit einem Gemisch aus Schleifstaub und Holzleim spachteln. Schwieriger wird es, wenn sich die Dielen wölben. Liegt die Ursache in zu hoher Feuchtigkeit, muss das Holz zunächst ausreichend trocknen. Geringe Wölbungen können abgeschliffen werden, bei stärkeren Verformungen werden die Dielen heute meist verschraubt, um sie dauerhaft zu fixieren.
Ist der Boden eben und glattgeschliffen, stellt sich die Frage nach dem geeigneten Schutz vor Feuchtigkeit, Schmutz und mechanischer Beanspruchung. Zur Auswahl stehen Lacke, Öle oder kombinierte Öl-Wachs-Produkte. Mit Lack versiegelte Dielen sind besonders belastbar und pflegeleicht. Moderne, wasserbasierte Lacke sind deutlich emissionsärmer als frühere Produkte. Empfehlenswert sind Lacke mit Umweltzeichen wie dem Blauen Engel oder natureplus. Naturharzlacke gelten als ökologischer, können jedoch etwas kratzempfindlicher sein und sind nicht für alle Allergiker geeignet.
Geölte oder geölt-gewachste Böden erhalten die natürliche Optik des Holzes und lassen sich partiell leichter ausbessern. Allerdings sind sie weniger widerstandsfähig als lackierte Flächen und benötigen regelmäßige Pflege. Besonders verbreitet sind heute Hartwachsöle, die die Vorteile von Öl und Wachs verbinden. Die Reinigung erfolgt nebelfeucht mit geeigneten Holzbodenseifen; dabei bildet sich mit der Zeit ein schützender Pflegefilm. Je nach Beanspruchung sollten die Dielen in Abständen nachgeölt oder aufgefrischt werden.
Weiterführende, unabhängige Informationen zu umwelt- und gesundheitsverträglichen Bauprodukten bietet das Umweltbundesamt.
Bildquelle: ClassicallyPrinted, pixabay.com
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