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25.03.2025
Trinkwasser ist hierzulande von so guter Qualität, dass es bedenkenlos lebenslang getrunken werden kann. Hochwertiges Trinkwasser steht jedoch nicht unbegrenzt zur Verfügung. Seine Qualität zu bewahren und die Wasservorkommen zu schonen, dienen daher der Erhaltung der Lebensgrundlagen.
Wie lässt sich Trinkwasser zum Beispiel für die WC-Spülung ersetzen, auf die etwa 30 Prozent des Wasserverbrauchs entfallen? Neben Regenwasser ist dazu das wenig verschmutzte Abwasser aus Dusche, Badewanne oder Handwaschbecken bestens geeignet. Dieses sogenannte Grauwasser kann im Haus recycelt werden. Dazu wird es separat erfasst und über einen Vorfilter einer entsprechenden Aufbereitungsanlage zugeführt. Biologische Verschmutzungen werden dort abgebaut und zurückgehalten, bevor das filtrierte Klarwasser in einen Vorratsbehälter gelangt. Nach der Reinigung kann das Klarwasser aus dem Vorratsbehälter die Toiletten versorgen. So wird nicht nur Trinkwasser gespart, sondern auch die Abwassermenge reduziert.
Mit den ausgereiften Anlagenkonzepten kann für verschiedene Gebäudegrößen eine auch wirtschaftlich interessante, nachhaltige Technik eingesetzt werden. Geeignet sind die Anlagen für Haushalte ab vier Personen. Grauwassernutzung lohnt sich besonders bei höherem Wasserbedarf, zum Beispiel in Wohnanlagen oder Sporthallen. Je mehr Menschen angeschlossen sind, umso schneller kann sich die Investition amortisieren. Langfristig spart das Geld und schützt die Grundwasservorräte.
Im Förderprogramm Schwammstadt wird auch die Neuinstallation oder Nachrüstung von Anlagen zur Grauwassernutzung bezuschusst. Übernommen werden 40 Prozent der Kosten für die Anlage, den Einbau und notwendige Installationsarbeiten im Gebäude, maximal werden 5.000 Euro ausgezahlt.
Bildquelle: Intewa GmbH
Weitere Informationen:
Förderprogramm Schwammstadt - Modul Grauwassernutzung
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