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Das Gießen von Pflanzen, Bäumen, Obst und Gemüse in Haus und Garten ist die einfachste und natürlichste Nutzung von Regenwasser. Auch bepflanzte Terrassen, Dachgärten oder das immer beliebtere urban gardening mit Hochbeeten profitieren vom Niederschlagswasser. In vielen Gärten oder auf Terrassen stehen daher Tonnen am Haus und fangen das vom Dach fließende Regenwasser auf. Ihr Volumen ist jedoch begrenzt. Die immer häufiger auftretenden heißen und viel zu trockenen Sommer lassen diese Wasserquelle schnell versiegen. Es lohnt sich, einen größeren Vorrat anzulegen. Das Wasser kostet nichts.
Kostenloses Regenwasser kann generell überall dort eingesetzt werden, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist. Die einfachste und natürlichste Nutzung dieses wertvollen Wassers besteht im Gießen von Pflanzen, Bäumen, Obst und Gemüse in Haus und Garten. Wer Niederschlagswasser für die Pflanzen sammeln will, kann vom neuen Landes-Förderprogramm Schwammstadt profitieren.
Ober- und unterirdische Regenspeicher ausschließlich für die Bewässerung werden gefördert. Lange war der Anschluss der Toilettenspülung Voraussetzung für einen Zuschuss. Für die dann notwendigen Brauchwasserleitungen mit der entsprechenden Pump- und Filtertechnik ist ein höherer Aufwand erforderlich. Eine sinnvolle aber aufwändige Installation im Haus ist damit verbunden.
In jedem Fall sind Mindestanforderungen an die Größe des Speichers zu erfüllen. Für beide Varianten muss der Regenwasserspeicher mindestens zwei Kubikmeter fassen und die angeschlossene Dachfläche eine Größe von mehr als 50 Quadratmeter haben. Auch überflüssig gewordene Öltanks können dabei als Speicher genutzt werden - ihre Umrüstung ist genauso förderfähig.
Bei ausschließlicher Nutzung für die Pflanzenbewässerung beträgt der Fördersatz 25 Prozent und maximal 1.500 Euro. Wird das Regenwasser im Gebäude für die Toilettenspülung eingesetzt, werden anteilig die Kosten für Materialien und Installationsarbeiten in Höhe von 40 Prozent der Gesamtsumme übernommen. Höchstens sind hier 5.000 Euro als Zuschuss möglich. Der Antrag ist vor Baubeginn zu stellen.
Technik im Haus
Mit bewährter Filtertechnik ist das Wasser klar und geruchsneutral. Auch hygienisch sind Regenwassernutzungsanlagen völlig unbedenklich. Voraussetzung ist immer, dass die Anlage fachgerecht installiert und gewartet wird.
Regenwasser und Trinkwasser müssen in zwei getrennten, deutlich gekennzeichneten Leitungsnetzen geführt werden. Daher sind separate Leitungen zu den angeschlossenen Toiletten notwendig. Im Neubau verursachen die zusätzlichen Leitungen nur geringe Mehrkosten. Sollte der Regenspeicher einmal leer sein, sorgt die automatische Trinkwassernachspeisung für die Toilettenspülung. Nach der geltenden Trinkwasserverordnung müssen alle Anlagen – auch die schon bestehenden - dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Damit sind sowohl die Nutzer als auch das Trinkwassernetz auf der sicheren Seite.
Bildquelle: pixabay.com
Weitere Informationen:
Förderprogramm Schwammstadt - Modul Regenwassernutzung
Hintergrundinformationen zur Regenwassernutzung von der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) Regenwassernutzung
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