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20.10.2025
Die Wäscheleine ist unschlagbar günstig und belastet die Stromrechnung kein bisschen. Im Winter klappt das oft nicht mehr. Wer Wäsche in der Wohnung trocknet, muss womöglich mehr heizen und regelmäßig lüften. Sonst droht Schimmel. Dann kann sich der Trockner doch wieder lohnen.
Dank Wärmepumpe sind moderne Trockner keine Stromfresser mehr.
Je höher die Strompreise klettern, desto eher lohnt sich auf Dauer der Kauf eines energieeffizienten Modells. Auch wer ein vorhandenes Gerät nutzt, kann durch kluges Verhalten viel Energie und Geld sparen.
Klug nutzen
Die Wäsche muss gut geschleudert werden. Je mehr Wasser die Waschmaschine schon aus der Wäsche geschleudert hat, desto weniger Arbeit hat der Trockner. Er muss weniger Wärme erzeugen und bekommt die Wäsche in kürzerer Zeit trocken. Baumwolle und Textilien mit Kunstfaser-Anteil trocknen unterschiedlich schnell. Baumwolltextilien etwa könnten im Pflegeleicht-Programm zu feucht bleiben, dann könnte ein zweiter Trocken-Durchlauf nötig sein. Deshalb besser nicht alle Wäschestücke zusammen in dasselbe Programm stecken, sondern zumindest nach Baumwolle und Pflegeleicht sortieren. Bei gut vorsortierter Wäsche kann die Trommel vollgestopft werden. Dann braucht der Wäschetrockner vielleicht etwas länger, doch der Energieaufwand für einen Extra-Durchlauf mit einer zweiten Wäscheportion wäre wohl höher.
Wäsche, die verknotet und ineinander verschlungen aus der Waschmaschine kommt, kann nicht gleichmäßig trocknen. Daher alles entwirren und Reißverschlüsse zuziehen. Es empfiehlt sich, das Flusensieb nach jedem Trocken-Durchlauf zu kontrollieren und zu reinigen. Ein verstopftes Flusensieb verhindert, dass die trockene Luft bestmöglich durch den Trockner strömt. Die Geräte müssen mehr ackern und verbrauchen so mehr Energie.
Testergebnisse
Seit dem 1. Juli 2025 gilt für Wäschetrockner ein neues EU-Energielabel mit einer vereinfachten Skala von A bis G. Die bisherigen Plus-Klassen (A++, A+++) wurden abgeschafft, um die Vergleichbarkeit zu verbessern. Geräte der Klassen F und G dürfen nicht mehr neu verkauft werden. Moderne Wärmepumpentrockner setzen zunehmend auf umweltfreundlichere Kältemittel wie R290 (Propan), das eine deutlich geringere Klimawirkung hat als ältere Kältemittel wie R134a. Die richtige Entsorgung dieser Geräte ist daher besonders wichtig, um Umweltschäden zu vermeiden. Empfehlenswerte und energieeffiziente Wärmepumpentrockner sind bereits ab etwa 500 Euro erhältlich.
Technik und Pflege
Beim Trockner mit Wärmepumpe durchströmt aufgeheizte Luft die Wäsche und nimmt die Feuchtigkeit auf. Die Luft wird entfeuchtet und mithilfe der zuvor entzogenen Energie erneut erwärmt. So nutzt die Wärmepumpe einen Teil der Abwärme gleich wieder fürs Trocknen. Die Effizienz steigt noch, wenn die eingefüllte Wäsche durch gute Schleuderwirkung und hohe Drehzahlen der Waschmaschine eine geringe Restfeuchte besitzt.
Beim Trocknen verliert die Wäsche viele Fasern, die ohne entsprechende Filter das Gerät verstopfen können. Bei den meisten Geräten muss das Wärmetauschersieb regelmäßig gereinigt werden. Das Flusensieb im Bereich der Tür muss nach jedem Durchlauf per Hand gereinigt werden. Sonst kann sich die Trockenzeit erheblich verlängern, der Energieverbrauch erhöhen und das Gerät Schaden nehmen. Im schlimmsten Fall ist bei verstopften Sieben sogar ein Brand möglich.
Für enge Räume kann es sinnvoll sein, den Türanschlag zu wechseln. Nicht bei allen Modellen ist das möglich.
Bildquelle: igorovsyannykov pixabay.com
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