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01.04.2026
Angesichts weiterhin hoher Strompreise lohnt es sich, nach großen Verbrauchern im Haushalt zu forschen. Neben den Haushaltsgroßgeräten empfiehlt sich der Blick auf Unterhaltungs- und Informationselektronik. Deren Anteil am Stromverbrauch kann spürbar sein. Ein guter Grund, genau hinzusehen, wie viel Strom TV, Playstation und Co. tatsächlich verbrauchen.
Schon lange genügt es nicht mehr, den Ausschalter zu drücken, damit ein TV-Gerät keine Energie mehr verbraucht. In der EU gelten seit 2013 strenge Vorgaben für den Stromverbrauch im Stand-by- und Aus-Zustand, die seit Mai 2025 weiter verschärft wurden. Dennoch sind viele Geräte ab Werk mit Schnellstart- oder Netzwerkfunktionen voreingestellt, die die Gerätefunktionen sofort aktivieren. Das Gerät geht dann nicht in den stromsparenden Tiefschlaf, sondern bleibt dauerhaft in Bereitschaft.
Der Stromverbrauch im Stand-by-Betrieb vieler Geräte hat sich im Vergleich zu früheren Jahren verbessert. Das gilt jedoch nur, wenn in den Menüs von Fernseher, Receiver oder Kaffeeautomat der sparsamste Eco-Modus eingestellt wird. Einige Geräte laden nachts Updates wie den elektronischen Programmführer (EPG).
Strom sparen lässt sich auch im Kleinen. Viele moderne Smartphone-Ladegeräte sind im Leerlauf sparsam. Ältere oder ungünstig konstruierte Netzteile können unnötig Strom verbrauchen, wenn sie dauerhaft in der Steckdose stecken. Auch elektrische Zahnbürsten sollten erst dann auf die Ladestation, wenn der Akku nachgeladen werden muss. Beim Wasserkocher spart vor allem die richtige Füllmenge Strom.
Viele wissen nicht, dass bequeme Funktionen wie Schnellstart oder Netzwerkbereitschaft oft deutlich mehr Strom verbrauchen. Geräte im Schnellstartmodus verbrauchen oft mehrere Watt – jedes Watt verursacht im Jahr je nach Strompreis etwa 2,50 bis 3 Euro zusätzliche Kosten. Auch bei Computern, Spielekonsolen oder Stereoanlagen lohnt sich ein Blick auf den tatsächlichen Verbrauch im ausgeschalteten Zustand.
Neben dem Blick in die Anleitung oder Einstellungen der Geräte können heimliche Stromfresser mit Messgeräten entlarvt werden. Diese werden einfach zwischen Steckdose und Gerät geschaltet. Kostenlose Strommessgeräte verleiht die Bremer Umwelt Beratung.
Im Urlaub sollten Geräte komplett vom Strom genommen werden. Am einfachsten geht das mit einer schaltbaren Steckerleiste. Für Klima und Geldbeutel lohnt sich das immer.
Bildquelle: MarkusSpiske pixabay.com
Weitere Informationen:
Energieeffiziente Produkte, Umweltbundesamt (Stand 31.03.2025)
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