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29.09.2025
Viele Kaffeeliebhaber schwören auf Kaffeebereiter, die sogenannten French Press. Mit der Drückerkanne lassen sich sowohl Tassenportionen als auch größere Portionen ohne Abfall schnell und unkompliziert herstellen. Auch klassischer Filterkaffee kommt zunehmend wieder in Mode. Besonders aromatisch wird der Kaffee mit frisch gemahlenen Bohnen. Praktisch und günstig in der Anschaffung sind klassische Kaffeemaschinen mit Mahlwerk. Die Bohnen werden unmittelbar vor dem Brühen gemahlen. Sehr vielseitig sind die meist teuren Vollautomaten.
Seit über zwei Jahrzehnten gehören auch Portionskaffeemaschinen zur Kaffeelandschaft in Europa. Schnell, einfach und sauber sollen sie jeden Geschmack entsprechen. Bei Pad- und Kapselmaschinen ist der Preis pro Tasse Kaffee deutlich höher und Kapselmaschinen produzieren viel Müll . Sie sind eher für Wenigtrinker zu empfehlen. Der Vorteil: Gemahlener Kaffee verliert nach spätestens zwei Wochen das Aroma, ganze Bohnen schon nach vier bis sechs Wochen. Kapseln halten den gemahlenen Kaffee frisch und bieten Auswahl. Auch überzeugen laut Stiftung Warentest selbst günstige Maschinen bei der Bereitung von Café Crema oder Lungo.
So gut der Kaffee auch schmeckt, die ökologischen Folgen der Kapselnutzung sind nicht zu übersehen: Nach Schätzung der Deutschen Umwelthilfe wandern in Deutschland jährlich rund 2,8 Milliarden Kapseln im Abfall. Das sind immerhin 0,7 Milliarden Stück weniger als vor fünf Jahren, aber immer noch rund 9.700 Tonnen Abfall. Die Recyclingfähigkeit von Kapseln ist umstritten, aber mittlerweile lassen sich Kapseln aus Aluminium zuverlässig sortieren. Sie dürfen dementsprechend in die Gelbe Tonne samt Satz. Kapseln aus Kunststoff schneiden eher schlecht ab: während die von Lavazza und Tassimo Jacobs zu weniger als 50-prozentig recyclingfähig sind, lassen sich nur Tchibos Cafissimo-Kapsel gut recyclen. Einige Hersteller bieten ihren Kaffee auch in kompostierbaren Kapseln an. Aber auch kompostierbarer Biokunststoff löst das Problem nicht immer. Nur wenn die Kompostierbarkeit nachgewiesen ist, dürfen sie in den Hauskompost. In die Biomülltonne dagegen dürfen sie nicht, da sie nur sehr langsam verrotten.
Vielversprechende Alternativen sind Mehrwegkapseln, die mit sich mit wenig Übung gut bedienen lassen. Der Kaffeesatz kommt nach dem Brühen direkt auf den Kompost.
Weitere Informationen:
Stiftung Warentest, Heft 09/2025
Umwelttipps: Kaffeezubereitung, Kaffeemühlen
Bildquelle: © StockSnap / pixabay.com
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