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30.06.2025
Nicht nur bei Sommerhitze wirkt das Zischen von Sprudelwasser besonders verlockend. Wir haben großes Glück. Aus unseren Wasserhähnen strömt Trinkwasser bester Qualität. Wir benutzen es bedenkenlos zum Kaffee- und Tee kochen, bereiten Speisen damit zu und putzen unsere Zähne. Nur wenn Wasser pur getrunken wird, kaufen wir Woche für Woche Mineralwasser in Flaschen. Das gilt oft selbst für Menschen, die stilles Wasser bevorzugen. Dabei ist das Wasser aus der Leitung unschlagbar günstig.
Rund drei Viertel des Wassers, das wir in Deutschland kaufen und trinken, enthält Kohlensäure. Seit der Pandemie jedoch sparen sich immer mehr Menschen den Aufwand, Kisten zu schleppen und auch die Kosten und greifen stattdessen zum Wassersprudler. Das Sprudeln zu Hause kann sich lohnen: Während ein Liter gekauftes Sprudelwasser zwischen 19 und 75 Cent kostet, liegt man mit dem Sprudler bei 12 bis 27 Cent pro Liter. Aber welches Gerät ist das richtige? Die Stiftung Warentest hat mehrere Modelle geprüft, bis auf eines haben alle mit „gut“ oder „befriedigend“ abgeschnitten.
Insgesamt stehen gute und unbedenkliche Optionen zur Auswahl. Lediglich der Aarke Carbonator 3 weist Spuren potenzieller Schadstoffe wie Schwermetalle, Weichmacher oder Bisphenole auf, die ins Wasser übergehen können. Ansonsten entscheiden vor allem Geschmack und persönliche Vorlieben, hier lohnt sich ein Preis-Leistungs-Vergleich. Die Leistung hängt dabei stark von der Ergiebigkeit des Gaszylinders ab und davon, wie stark das Wasser aufgesprudelt werden soll. Die Grohe- und Sodastream-Crystal-Systeme für etwa 100 Euro lösen viel Kohlensäure (6,5 bzw. 5,3 g/l) ins Wasser. Etwas günstigere Modelle wie Sodastream Terra oder Brita SodaOne für rund 70 Euro erzeugen weniger Kohlensäure (4,3 bzw. 4,1 g/l), können dafür aber bis zu 50 Prozent mehr Wasser pro Zylinder sprudeln als Grohe oder Sodastream Crystal. Neben der Leistung zählt auch die Frage der Entsorgung oder Wiederverwertbarkeit. Hier schneiden alle getesteten Geräte mindestens mit „befriedigend“ ab. Nur ein System, das Sodastream Crystal, setzt auf langlebige Glasflaschen, alle anderen Modelle nutzen Kunststoffbehälter.
Aus hygienischen Gründen sollte auf jeden Fall vermieden werden, direkt aus der Sprudelflasche zu trinken. Selbst zu sprudeln ist eine gute, ökologische Alternative zu Mineralwasser. Hauptgründe für das schlechtere Abschneiden des Mineralwassers: Die Flaschen wollen produziert, zum Kunden transportiert und entsorgt sein. Je mehr Kilometer zwischen Abfüllung und Verkauf liegen, desto schlechter für die Umwelt. Gegenüber Wein, Bier oder Saft schneidet wiederum Mineralwasser deutlich besser ab. Für die Umwelt ist es insgesamt entscheidender, welches Verkehrsmittel auf dem Weg nach Hause genutzt wurde. Wie viel Geld mit einem Sprudler gespart werden kann, hängt auch davon ab, ob vorher Marken- oder Discounterwasser getrunken wurde. Es bleibt auf jeden Fall der Vorteil, keine Kisten schleppen zu müssen. Wer Sorge hat, dass sein Trinkwasser aus veralteten Trinkwasserleitungen kommt und womöglich sogar noch bleibelastet ist, kann es testen lassen. Das Gesundheitsamt Bremen hat eine Liste zugelassener Labore zusammengestellt.
Bildquelle: Hans, pixabay.com
Weitere Informationen:
Stiftung Warentest, Heft 06/2025
Ergänzende Informationen:
Ökotest - Was kostet Wassertrinken?
Umwelttipp:
Zugelassene Labore für Trinkwasseruntersuchungen: Gesundheitsamt Bremen
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