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17.11.2025
Wenn es in der Hotellobby nach Orangen duftet, muss das nicht unbedingt an frischem Obst liegen. In vielen öffentlichen Räumen wie Kaufhäusern, Kinos oder Hotels werden seit Jahren synthetische Duftstoffe verwendet. Dahinter steckt Duftmarketing, auch „Air-Design“ genannt. Unternehmen setzen gezielt bestimmte Aromen ein, um eine Wohlfühlatmosphäre zu verbreiten oder die Kauflust anzuregen.
Ganz neu ist die Methode nicht: In Bäckereien war schon vor Generationen das Ofenrohr so verlegt, dass es auf dem Bürgersteig nach Brötchen roch. Und nicht zuletzt der Geruch nach gebrannten Mandeln auf dem Freimarkt verführt jedes Jahr von Neuem.
Duftstoffe stecken außerdem in zahlreichen Alltagsprodukten, die von vielen Menschen genutzt werden, darunter Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel. Einige dieser Substanzen können bei empfindlichen Menschen Hautallergien auslösen. Bislang war unbekannt, ob Duftstoffe auch allergische Reaktionen auslösen können, wenn sie über die Atemwege aufgenommen werden. Zusätzlich erschwert die große Zahl an verwendeten Duftstoffgemischen, dass Verbrauchende nachvollziehen können, welche Stoffe sie tatsächlich einatmen.
Fachbehörden gehen weiterhin davon aus, dass echte Allergien durch eingeatmete Duftstoffe selten sind. Menschen mit bestehenden Kontaktallergien können jedoch empfindlicher reagieren: Hautsymptome oder Reizungen der Atemwege können die Folge sein.
Aus diesem Grund sollten Verbrauchende darüber informiert werden, wenn Duftstoffe in öffentlichen Räumen, etwa über die Klimaanlage, eingesetzt werden. Aus Gründen der Vorsorge empfiehlt das Umweltbundesamt, ganz auf Duftstoffe in öffentlichen Gebäuden zu verzichten. Statt unangenehme Gerüche zu überdecken, sei eine gute Raumluftqualität durch regelmäßiges Lüften und sinnvolle Reinigung die bessere Lösung.
Bildquelle: Susana Cipriano, pixabay
Weitere Informationen:
Duftstoffe - chemische Begleiter des Alltags Ratgeber des Umweltbundesamtes
Duftstoffe in Innenräumen, Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)
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