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11.05.2026
Luftreiniger sind auch Jahre nach der Corona-Pandemie weiter gefragt. Vor allem Allergiker profitieren von der Filterwirkung gegen Pollen und Feinstaub. Doch auch in Arztpraxen, Büros, Schulen und Privathaushalten kommen die Geräte zum Einsatz, um die Raumluft sauberer zu halten und Schadstoffe, Aerosole sowie unangenehme Gerüche zu reduzieren.
Die Stiftung Warentest hat aktuelle Luftreiniger zwischen 130 und 360 Euro untersucht und dabei auch Modelle aus früheren Tests neu bewertet. Zwei Geräte verfügen zusätzlich über Ventilatorfunktionen. Nur wenige Modelle erreichten im Gesamtergebnis die Note gut. Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes (UBA) sind sechs Luftwechsel pro Stunde sinnvoll, um die Belastung durch Viren und Aerosole deutlich zu senken. Im Praxistest zeigte sich jedoch, dass viele Geräte diese Leistung nur in kleineren Räumen erreichen als von den Herstellern angegeben. Nur wenige Luftreiniger arbeiteten auch mit bereits genutzten Filtern noch auf sehr hohem Niveau.
Die Filtertechnik besteht meist aus mehreren Stufen. Vorfilter halten grobe Partikel zurück, Hepa-Filter entfernen Feinstaub, Pollen und Aerosole, Aktivkohlefilter reduzieren Gerüche und Schadstoffe wie Formaldehyd. Mit der Zeit nimmt die Filterleistung ab, weshalb regelmäßige Wechsel notwendig sind. Die empfohlenen Austauschintervalle reichen je nach Hersteller von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Neben den Filterkosten spielt auch der Stromverbrauch eine Rolle. Bei täglichem Betrieb über mehrere Stunden können sich die jährlichen Betriebskosten inklusive Strom und Ersatzfilter auf rund 100 bis 260 Euro summieren. Achten Sie auf den Stromverbrauch und nutzen Sie Luftreiniger möglichst nur bei Bedarf. Regelmäßiges Lüften bleibt dennoch unverzichtbar.
Zu den preisgünstigen Geräten zählt der Xiaomi Smart Air Purifier 4 Lite. Im Test fiel jedoch auf, dass die laufenden Kosten vergleichsweise hoch sind und Ersatzfilter nicht immer leicht erhältlich waren. Bosch überzeugte dagegen sowohl beim Preis als auch bei der Leistung.
Gerade Allergiker profitieren von Luftreinigern. Gute Geräte reduzieren Pollen und Feinstaub in Innenräumen innerhalb weniger Minuten deutlich. Ein spürbarer Vorteil während der Pollensaison.
CADR-Wert (Clean Air Delivery Rate / Luftreinigungsleistung):
Der CADR-Wert gibt an, wie viele Kubikmeter gefilterte Luft ein Luftreiniger pro Stunde bereitstellen kann. Je höher der Wert, desto leistungsfähiger ist das Gerät.
Luftwechselrate:
Die Luftwechselrate beschreibt, wie oft die Raumluft pro Stunde vollständig gereinigt bzw. ausgetauscht werden kann.
Zimmergröße:
Je größer der Raum, desto höher sollte der CADR-Wert des Luftreinigers sein. Als grobe Faustregel gilt:
Zimmerfläche × Raumhöhe × gewünschte Luftwechselrate = benötigter CADR-Wert
Beispiel:
Ein 16-m²-Zimmer mit 2,50 m Deckenhöhe und einer empfohlenen Luftwechselrate von 6 benötigt einen CADR-Wert von mindestens:
16 m² × 2,50 m × 6 = 240 m³/h
Bildquelle:Olga Fedina pexels.com
Weitere Informationen:
Stiftung Warentest, Heft 05/2026
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